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Ausgabe 10/2015

Ausgabe 10/2015
Autor:

Kosta Schinarakis,
Sarah Werner,
Nils Ehrenberg,
Sandra Wiebe

Quelle:

KIT - Presse

Datum: 21.10.2015
KIT-Kompakt - monatliche Pressenachrichten (Ausgabe 10/2015)
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KIT-Kompakt - monatliche Pressenachrichten (Ausgabe 10/2015)

Sehr geehrte Journalistin, sehr geehrter Journalist,
 
heute erhalten Sie die aktuelle Ausgabe der monatlichen Pressenachrichten aus dem Karlsruher Institut für Technologie. Wir wollen Sie in kompakter Form über spannende Forschungsthemen informieren und würden uns freuen, wenn passende Nachrichten für Ihre redaktionelle Berichterstattung dabei sind. Gerne vermitteln wir Ihnen bei Bedarf weitere Informationen und Ansprechpartner. Um Beleg Ihrer Berichterstattung wird gebeten.

Freundliche Grüße
Ihre KIT-Pressestelle
Robotik: Laufen und Greifen auf dem Mars


Katalyse: Aus Kohlendioxid Wertstoffe schaffen

Volkswirtschaft: Inflationserwartung kann Konsum ankurbeln

Bodenforschung: landwirtschaftliche Nutzflächen im Klimawandel

Synchrotron: Knochenschwund auf der Spur

Experte des Monats
Kurt Möser: Technik- und Innovationsgeschichte

Gründer des Monats
Gesundheitscheck: mesana

Tipps und Termine

Mikrosystemtechnik, Klima-Disput, Bauwerksprüfung, Videospiele, Power to Gas
 

Robotik: Laufen und Greifen auf dem Mars

LAURON nimmt mit Sensoren seine Umwelt wahr und findet sich auch in widrigem Gelände zu recht. (Bild: FZI/KIT)

Lange bevor der erste Mensch fremde Planeten betritt, werden Roboter das Terrain erkundet und den Weg bereitet haben. Was einfach klingt, ist jedoch eine komplexe Aufgabe, die Roboter unter widrigen Bedingungen und selbstständig bestreiten müssen. Beim DLR SpaceBot Camp 2015, der nationalen Leistungsschau für bodengestützte Weltraumrobotik, testen nun zehn Teams aus Deutschland ihre Ansätze. Aus Karlsruhe tritt das Team LAUROPE vom FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie an.

„Mit seiner robusten Mechanik, der hohen Mobilität sowie seiner Sensorik ist unser Laufroboter LAURON optimal ausgerüstet für widriges Gelände“, erklärt Teamleiter Arne Rönnau. „Für die kommenden Aufgaben haben wir zusätzlich viel Entwicklungsarbeit in die Steigerung der Autonomie, das Bewältigen komplexer Navigationsaufgaben und die Kartierung der Umwelt sowie schnelles und sicheres Laufen und Greifen gesteckt.“ LAURON besitzt einen länglichen Zentralkörper mit sechs Beinen und einem Greifer an einem der Vorderbeine. In jedem Fuß befinden sich Sensoren die Kollisionen und Bodenkontakt erkennen. Eine Stereo-Kamera sowie ein 3-D-Laserscanner liefern Informationen über die Umgebung. Die Aufgabenstellung beim SpaceBot Camp entspricht einem typischen Explorationsszenario auf einer Planetenoberfläche. Die Roboter sollen in der Lage sein, in einem schwierigen Gelände Objekte aufzufinden, zu identifizieren und zu transportieren, um sie schließlich zu einem Gesamtsystem zu montieren. Die Leistungsschau findet am 13. November in den Medienparks NRW in Hürth bei Köln statt und ist für Publikum geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Video von LAURON in Aktion:
youtube.com/watch?t=5&v=m8MXGFzjJxs

Der LAURON-Fortschrittsblog:
fzi.de/forschung/projekt-details/laurope/laurope-fortschrittsbericht

Mehr zum SpaceBot Camp:
dlr.de/rd/desktopdefault.aspx/tabid-8101/13875_read-35268

Bildunterschrift: LAURON nimmt mit Sensoren seine Umwelt wahr und findet sich auch in widrigem Gelände zu recht. (Bild: FZI/KIT)


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Katalyse: Aus Kohlendioxid Wertstoffe schaffen

Wichtige chemische Produkte wie Dimethylether werden noch energieintensiv aus Erdöl produziert. Mit dem nun eingeweihten Pilot-Reformer erforscht der Anlagenbauer Linde am Standort Pullach Verfahren, um das Klimagas Kohlendioxid zur effizienten Produktion von wertvollen chemischen Zwischenprodukten einzusetzen. An Entwicklung und Forschung an der 5 Millionen Euro teuren Anlage waren auch Wissenschaftler des KIT beteiligt.

Die Anlage wird helfen, Innovationen in den Feldern Prozess- und Verfahrenstechnik, Prozessführung und Katalysatortechnik schneller umzusetzen. Insbesondere die Trockenreformierung von Erdgas zur Erzeugung von Synthesegas ermöglicht die industrielle und wirtschaftliche Nutzung von Kohlendioxid sowie eine erheblich verbesserte Energieeffizienz. Aus dem Synthesegas können dann nachgelagerte werthaltige Produkte wie Grundchemikalien oder Kraftstoffe produziert werden. „Eine der Herausforderungen war es, Katalysatoren zu finden, die auch bei den geforderten Prozessdrücken effizient arbeiten, ohne das Katalysatorbett zu verkoken“, erklärt Olaf Deutschmann vom KIT. „Mit unseren Versuchen und Computersimulationen konnten wir sowohl die Entwicklung neuartiger Katalysatoren als auch die reaktionstechnische Auslegung der Labor- und Pilotanlagen unterstützen.“

Weitere Informationen:
the-linde-group.com/de/news_and_media/press_releases/news_20151015.html

Video über den Linde Pilot Reformer:
youtube.com/watch?time_continue=8&v=mCfLT2exASQ


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Volkswirtschaft: Inflationserwartung kann Konsum ankurbeln

Häuser, Autos, Elektrogeräte: Verbraucher kaufen mehr Konsumgüter, wenn sie davon ausgehen, dass Produkte zukünftig teurer werden. Eine gemeinsame Studie des KIT mit den Universitäten Chicago und Maryland und des Marktforschungsinstituts GfK zeigt, dass Konsumenten, die eine höhere Inflation erwarten, eine um durchschnittlich acht Prozent höhere Konsumneigung haben, vor allem für langlebige Güter wie Häuser, Autos oder Elektrogeräte. Bei Verbrauchern, die in Städten leben, ein höheres Bildungsniveau sowie ein höheres Einkommen besitzen, ist dieser Zusammenhang sogar noch stärker ausgeprägt.

Zentralbanken versuchen derzeit mit unkonventionellen Mitteln, Inflationserwartungen und damit auch die Ausgabebereitschaft der Verbraucher zu erhöhen. Bislang hat jedoch ein wissenschaftlicher Beleg für den Zusammenhang zwischen Inflationserwartung und Anschaffungsneigung gefehlt. Die aktuellen Forschungsergebnisse sprechen für die Wirksamkeit dieser Maßnahmen in der Fiskalpolitik und könnten genutzt werden, um in krisengeplagten Ländern wie Spanien oder Griechenland Wirtschaftswachstum anzuregen: „Koordinierte Erhöhungen der Konsumsteuern können geeignete Mittel sein, um die Kaufbereitschaft zu steigern. Gleichzeitig kann die Politik Verbraucher entlasten, indem sie etwa parallel die Einkommenssteuer senkt“, erklärt Daniel Hoang vom KIT. So könne die Volkswirtschaft stimuliert werden, ohne private Haushalte zu belasten und ohne Wirtschaftsförderprogramme anzuregen, die aus öffentlichen Haushalten finanziert werden müssten.

Die Originalstudie unter:
papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=2572034


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Bodenforschung: landwirtschaftliche Nutzflächen im Klimawandel
 
Die landwirtschaftliche Nutzfläche auf der Nahrung, Rohstoffe oder Energie nachhaltig produziert werden lässt sich nicht beliebig steigern. Aufgrund von Wetterextremen im Zuge des Klimawandels und der wachsenden Weltbevölkerung stehen effektiv sogar immer weniger Flächen zur Verfügung. Wie die Produktivität auf den landwirtschaftlichen Flächen nachhaltig steigen kann, also bei Wahrung der Bodenqualität und Fruchtbarkeit, ist das Forschungsthema des vom BMBF mit 33 Millionen Euro geförderten Projekt BonaRes.

Das KIT koordiniert innerhalb von BonaRes den Verbund SUSALPS, der die nachhaltige Nutzung von pre-alpinen und alpinen Grünlandböden unter sich änderndem Klima erforscht. Dafür greifen die KIT-Forscher um Ralf Kiese und Michael Dannenmann auf langjährige Erfahrung zur Messung und Modellierung ökosystemarer Stoff-Kreisläufe von Stickstoff, Kohlenstoff und weiteren Spurenstoffen zurück. Im Rahmen der Aktivitäten von BonaRes und SUSALPS soll mittelfristig ein Web-Portal entstehen, das potenziellen Nutzern aus Politik und Landwirtschaft wissensbasierte Handlungsoptionen für die Bewirtschaftung und Nutzung von Böden anbietet. Insgesamt sind an BonaRes 48 deutsche Forschungseinrichtungen koordiniert vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ beteiligt.

Weitere Informationen:
ufz.de/index.php?de=34865


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Synchrotron: Knochenschwund auf der Spur
 Dem Zusammenhang zwischen Osteoporose und dem Mangel am Spurenelement Mangan sind Forscher der TU Wien auf der Spur. Dazu wurden Knochen- und Geweihproben unter anderem am Karlsruher Institut für Technologie untersucht. Das Material wurde in der Synchrotron-Strahlungsquelle ANKA mit einer Genauigkeit von etwa zehn Mikrometern abgetastet und Punkt für Punkt auf seine chemische Zusammensetzung geprüft. Speziell das Mengenverhältnis von Mangan zu Kalzium ist für die medizinische Forschung interessant. Die Ergebnisse wurden vor Kurzem auf der X-Ray-Konferenz in Denver vorgestellt.

Aber nicht nur die Menge an Spurenelementen im Knochen, sondern insbesondere auch ihre Verteilung interessiert die Forscher. Denn aus den an ANKA erstellten Karten der Elementverteilung von Eisen, Chrom und Mangan kann man Schlüsse über biochemische Vorgänge ziehen, die mit Osteoporose in Verbindung stehen und den Knochen schwächen. Tatsächlich ließen sich in der aktuellen Vorstudie Unterschiede in der Mangan-Verteilung zwischen gesunden und geschädigten Knochen feststellen, die nun allerdings bei Untersuchungen mit einer aussagekräftigen Menge an Knochenproben bestätigt werden müssen.

Projekt-Webseite bei ANKA:
anka.kit.edu/1902_5784.php

Pressemeldung der TU Wien:
tuwien.ac.at/aktuelles/news_detail/article/9623


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Experte des Monats
Technik- und Innovationsgeschichte: Warum wurden manche Innovationen mit Begeisterung aufgenommen, andere nicht? „Technikgeschichte trägt zum Verständnis unserer heutigen Welt bei“, erklärt Kurt Möser vom KIT. Der Historiker befasst sich mit kultur- und gesellschaftsgeschichtlichen Aspekten der Technik. Der Blick in die Vergangenheit lasse gesellschaftliche Rahmenbedingungen erkennen, die über den Erfolg oder Misserfolg von Innovationen entscheiden. „Viele Diskussionen, die heute in den Ingenieurwissenschaften geführt werden, kommen Historikern bekannt vor, und vieles wird verständlicher, wenn wir Entwicklungslinien ziehen“, sagt Möser. Weitere Informationen: pkm.kit.edu/kit_experten_moeser.php


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Gründer des Monats
Gesundheitscheck: Es hat die Größe einer Streichholzschachtel und wird ähnlich wie ein Pflaster auf den Brustkorb geklebt: Der von seinen Entwicklern mesana getaufte Sensor erfasst 48 Stunden lang Daten zu Herzgesundheit, Stressbelastung, Fitness und Schlafqualität seines Trägers. „Auf Grundlage dieser Informationen ermitteln wir für unsere Kunden, wie sie auf gesundheitliche Risiken reagieren und ihre Potentiale besser nutzen können“, erklärt Malte Kirst die Geschäftsidee der Ausgründung corvolution. Er und seine Mitgründer arbeiten am KIT seit Jahren an Verfahren zur nichtinvasiven Diagnostik im kardiologischen Umfeld. Ihr Gesundheitssensor richtet sich an private Kunden ebenso wie an das betriebliche Gesundheitsmanagement von Unternehmen. Mehr Informationen unter mesana.com


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Tipps und Termine
Kongress MikroSystemTechnik 2015
26. - 28. Oktober, Stadthalle Karlsruhe
Themen: Sensoren, Fertigung, Strukturierung
mikrosystemtechnik-kongress.de
 
Workshop “Manufactured Dissent in Climate Science”
28. - 29. Oktober 2015, Karlsruhe
Themen: Systemanalyse, wissenschaftlicher Disput, Dissens als Werkzeug
mdcs2015.wordpress.com
 
Kolloquium „Entwicklungen in der Bauwerksprüfung“
28. Oktober 2015, KIT-Campus Süd
Themen: Tragwerke, Materialprüfung, Spannglieder
imb.kit.edu/mb
 
Tagung LUDIFICATION OF TECHNOLOGY
30. -31. Oktober 2015, HfG Karlsruhe
Themen: Videospiele, Gamification, Game Design
innovation.mfg.de/de/veranstaltungen/ludification-of-technology-1.33395
 
VDE-Themenreihe Energiewende
Power to Gas, Frank Graf, DVGW KIT EBI
16. November 2015, Hörsaal Elektrotechnik, FH Karlsruhe, Moltkestr. 30
vde-mittelbaden.de

Symposium NanoVision 2015
17. – 18. November 2015, Erlangen
Themen: Nanostrukturen, Medizin, Katalyse
nanomat.de/NanoVision15b.php

Weitere Termine finden Sie im
KIT-Veranstaltungskalender


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Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) vereint als selbstständige Körperschaft des öffentlichen Rechts die Aufgaben einer Universität des Landes Baden-Württemberg und eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft. Seine drei Kernaufgaben Forschung, Lehre und Innovation verbindet das KIT zu einer Mission. Mit rund 9 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie 24 500 Studierenden ist das KIT eine der großen natur- und ingenieurwissenschaftlichen Forschungs- und Lehreinrichtungen Europas. Das KIT ist seit 2010 als familiengerechte Hochschule zertifiziert.
 
 
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